Glückshämpfeli

Am Ende der Getreideernte versammelte sich die ganze Schar der Erntearbeiterinnen und Erntearbeiter um neun übrig gelassene Ähren. Ein Kind schnitt dann diese Ähren im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit, darauf wurden sie mit Kornblumen verziert, zusammengebunden und im Hause aufgehängt.

Für die nächste Aussaat wurden dann die Körner des Glückshämpfeli unter das Saatgut gemischt - wohl in der Hoffnung auf eine ebenso gute Ernte.

Das Brauchtum um das Glückshämpfeli scheint noch vor dem ersten Weltkrieg verschwunden zu sein.

Schweiz.Idiotikon: Glücks-Hämpfeli

Quelle:  Suter Daniel, Bauer Landwirt Unternehmer, Stiftung Heimatmuseum Aesch, 2002